An der Motivation, am Ehrgeiz und auch am Siegeswillen lag es sicherlich nicht, dass die B-Jugend sich am vergangenen Wochenende gegen die HSG Rösrath/Forsbach geschlagen geben musste. Nein, am Ende fehlte lediglich das letzte Quäntchen Glück, um das Derby für sich zu entscheiden.

Am letzten Wochenende war die B-Jugend der HSG bei ihrem ewigen Erzfeind und daher Lieblingsgegner, der HSG Rösrath/Forsbach, zu Gast. Die Besonderheiten, die das Duell mit dem Nachbarn ausmachten, lagen auf der Hand: Einige Spieler kennen sich bereits aus der Schule, so dass keine Mannschaft sich die Blöße geben wollte, zu verlieren. Auch die Tabellensituation versprach ein spannendes Spiel zwischen dem bisher verlustpunktfreien Tabellenersten aus Forsbach und dem Drittplatzierten aus Refrath. Leider musste das Trainertrio Möbius/Lamprecht/Pittlinski auf den verletzten Rückraumspieler Ole Bisten sowie auf Linksaußen/Mittespieler Rolf Schmid verzichten.

Die B-Jugendlichen starteten etwas unkonzentriert in das Spiel, was bereits in der Anfangsphase zu einigen verworfenen Bällen führte. Dass Forsbach nur mit zwei Toren davonzog, war einzig und allein auf die ebenfalls schlechte Chancenverwertung der Gastgeber zurückzuführen. Und so konnte die Mannschaft der HSG Refrath/Hand schon nach wenigen Minuten wieder den Ausgleich markieren. In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel zwischen beiden Mannschaften, das durch viele technische Fehler von beiden Seiten geprägt wurde. Zu Ende der ersten Halbzeit wackelte die HSG Abwehr noch einmal, sodass Forsbach leicht zu Torerfolgen kommen konnte. Da im Gegenzug kein Torerfolg zu verzeichnen war, ging man mit 14:17 aus Sicht aus der Sicht der HSG Refrath/Hand in die Kabine.

 

Nach der Halbzeit kamen die Kreisstädter sehr motiviert aus der Kabine und startete konzentriert in die zweite Hälfte der Partie. Nach nur fünf Minuten glich man aus. Wie bereits in der ersten Halbzeit entwickelte sich daraufhin ein offener Schlagabtausch. Zur Mitte der zweiten Halbzeit erspielte sich Rösrath/Forsbach erneut einen 2-Tore Vorsprung, welchem die HSG Refrath/Hand bis Spielende hinterherlaufen sollte. Geschuldet war dieser erneut der Abwehrleistung, die nach wie vor einige Lücken aufwies. Dass der Vorsprung nicht deutlicher ausfiel, ist vor allem Torwart Tim Hammesfahr zu verdanken, der in der zweiten Halbzeit fast eine 40% Quote erreichte. Man trennte sich mit 29:31 aus Sicht der HSG Refrath/Hand. Am Ende lassen sich doch einige, wenn auch kleinere Gründe finden, warum die Mannschaft um das Trainergespann Möbius/Lamprecht/Pittlinski nicht als Sieger vom Platz ging. Nur ein Beispiel: In der ersten Halbzeit vergab man vier Siebenmeter.

So wurde es am Ende nichts aus der Revanche, auf die man sich nach dem Hinspiel gefreut hatte. Nun heißt es für die B-Jugendlichen den Mund abzuwischen und am nächsten Sonntag gegen Godesberg im Kampf um die Playoff-Plätze alles zu geben.